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Bodenseefelchen und Ulmer Spatzen

Radreisen aus Leidenschaft
Veröffentlicht von in TOUREN · 1 Februar 2020
Mit Rad & Bahn von Konstanz nach Ulm
Nach der Anreise mit der Bahn erreichen wir Konstanz, Ausgangspunkt unserer 6-Tage-Tour. Für eine Erkundung der schönen Stadt, zwischen Bodensee und Untersee, bleibt am Anreisetag genügend Zeit.
Unsere erste Tagesetappe führt uns dann am Folgetag rund um den Untersee. Mit leichtem Tagesgepäck fahren wir über Kreuzlingen zuerst am Schweizer Ufer entlang. Am Radweg zwischen Ermatingen und Mammern gibt es gemütliche Schweizer Gaststätten, zum Teil direkt am See. Der Weg führt uns über Steckborn weiter in das mittelalterliche Städtchen Stein am Rhein. Markante, mittelalterliche Bauten prägen den Altstadtkern. Die Bürgerhäuser in den alten Gassen bezaubern durch ihre bemalten Fassaden und kunstvollen Fachwerkaufbauten.
Beeindruckt von der Schönheit verlassen wir den Ort und fahren rund um die Künstler-Halbinsel Höri nach Radolfzell. Es ist später Nachmittag, genug Zeit für eine kurze Besichtigung der sehenswerten Altstadt. Nach dem Abendessen in Radolfzell bringt uns der "Seehas", ein S-Bahn-ähnlicher Nahverkehrszug, zurück nach Konstanz. Heute waren es 63 Radkilometer, ein Tag vor Sommerbeginn, bei 13° und viel Regen. Es kann nur besser werden.    




"Baden, Thurgau, Schwaben und Bayern"

Nach dem Tag der Untersee-Umrundung starten wir unsere zweite Etappe der mehrtägigen Tour Richtung Ulm. Auf dem Bodensee-Radweg fahren wir durch Kreuzlingen auf der schweizer Seite in Ufernähe am Bodensee entlang. Wir befinden uns im Kanton Thurgau, fahren durch die kleinen Fischerdörfer Güttingen, Keswill, Utwill bis wir nach 22 km Romanshorn erreichen. Hier setzen wir mit der Fähre über nach Friedrichshafen. Es ist mit 12 km die breiteste Stelle des Bodensees. Die Fähre benötigt dafür etwa 45 Minuten. Nach der Ankunft in Friedrichshafen sind es noch 6  km bis zum heutigen Ziel Wolfzennen/Eriskirch am Schussen.
Die dritte Etappe mit eine Länge von 56 km führt uns heute nach Wangen im Allgäu. Wir verlassen Wolfzennen Richtung Eriskirch und fahren auf dem Bodenseeradweg weiter bis wir in Langenargen wieder den Bodensee erreichen. Der Sommer ist gerade ein Tag alt und zeigt sich von seiner angenehmen Seite. Wir lassen die kühlen Tage hinter uns liegen und fahren bei angenehmen Temperaturen über Nonnenhorn und Wasserburg nach Lindau. Entlang der Strecke gibt es viele, schöne alte Badeanstalten mit gut erhaltenen Badehäusern.
Wir besichtigen die historische Altstadt auf der Insel Lindau, die komplett unter Denkmalschutz steht.
Ab Lindau fahren wir auf dem Bodensee-Königsee-Radweg Richtung Hergensweiler und verlassen nach Hergensweiler den Fernradweg Richtung Degetsweiler. Am Naturschutzgebiet vorbei geht es aufwärts, vorbei an Bauernhöfen, durch kleine Weiler, zuletzt gemütlich am Argen entlang in die wunderschöne Altstadt von Wangen. Besonders erwähnenswert sind die kunstvoll gestalteten Schilder der Geschäfte in den historischen Gassen.
Heute, am vierten Tag, fahren wir über Isny nach Kempten. Wir radeln im Tal des oberen Argen bis Gießen, weiter über Eglofs und Eisenharz. Durch das Harbrechtser Moos erreichen wir nach 23 km Isny. Es ist Mittag, ein herrlicher Sommertag, ideal für eine Einkehr im Biergarten im Zentrum der Stadt. Immerhin haben wir heute schon einige steile Anstiege bewältigt.
Frisch gestärkt verlassen wir Isny in Richtung Argen im gleichnamigen Tal. Nach Seltmans erreichen wir Weitnau und fahren auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Kempten. Man radelt stetig und sehr ruhig auf dem Kiesweg aufwärts bis man bei einer Höhe von 938 m die Wasserscheide Rhein-Donau erreicht. Ab hier geht es auf dem ehemaligen Bahndamm bis nach Kempten immer abwärts. In der zweiten Tageshälfte haben wir heute, bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonne, 37 km zurückgelegt.  
Die fünfte Tagesetappe führt entlang der Iller von Kempten nach Memmingen. Nur 45 km liegen vor uns, aber das Wetter sollte richtig heiß werden. Mehrere Abschnitte des Weges waren mit Kiesbelag versehen - sehr staubig. Insgesamt war es heute eine reizvolle, abwechslungsreiche Teilstrecke mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und mehreren steilen Anstiegen und Abfahrten, teilweise idyllisch durch schattige Auwälder.

Am sechsten Tag unserer Mehrtagestour fahren wir den letzten Abschnitt von Memmingen nach Ulm. Entlang der Iller auf dem gleichnamigen Radweg sind es 55 km, jedoch war die Beschaffenheit des Weges, aufgrund der Nähe zur Iller, nicht immer fahrradfreundlich. Die gelegentlichen Hochwasser hatten auf dem Radweg ihre Spuren hinterlassen. Wir haben deshalb teilweise den Illerradweg verlassen und sind über Land gefahren. Trotzdem - ... schön war´s, mit jedem Tag wurde es wärmer.
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