blog - Radreisen aus Leidenschaft

RADFAHREN - RADWANDERN - RADREISEN
Direkt zum Seiteninhalt

Der Kraichgau, die Toscana Badens

Radreisen aus Leidenschaft
Herausgegeben von in TOUREN ·
Der Kraichgau ist die Region zwischen Schwarzwald  im Süden, der Oberrheinischen Tiefebene im Westen, dem Odenwald im Norden und der Hohenlohe im Osten. Es ist eine fruchtbare, sanfte  Hügellandschaft mit Höhenunterschieden zwischen 100 bis 200 Metern. Wegen der abwechslungsreichen Landschaft aus Feldern, Streuobstwiesen,  Weinbergen und kleinen Ortschaften wird diese Gegend auch gerne die  "Toscana Deutschlands" genannt. Das Radwegenetz ist erlebnisreich und hat für jeden etwas zu bieten.



Fernradwege wie der Kraichgau-Hohenlohe-Radweg oder der Deutsche-Fachwerkstraße-Radweg führen durch die abwechslungsreiche Region. Teile des Neckartal-Radwegs und des Enztal-Radwegs laden zum  bequemen Radeln durch die Flusslandschaften ein.


"BADISCH UND SCHWÄBISCH, NATUR UND KULTUR"
Vom Spargel zum Trollinger, über Hügel zu Hölderlin und Schiller.

Unser  Ausgangspunkt der Tour ist St. Leon. Der Ort südwestlich von Heidelberg  ist bekannt durch den Spargelanbau. Durch den Wald südlich von St. Leon führt uns die flache Strecke über  den Ortsteil Weiher nach Stettfeld. Die nahe liegenden Ortschaften  Ubstadt-Weiher oder Langenbrücken mit Ihren S-Bahn-Haltestellen bieten  die Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, hier nach Stettfeld  zum Start in den Kraichgau zu kommen.
Auf einem flachen und gut zu  befahrenden Wirtschaftsweg geht es entlang des Katzbach über Zeutern  nach Odenheim. Sehenswert ist das alte Rathaus von Odenheim. Auf fast ebener Strecke entlang dem Katzbach erreichen wir über  Tiefenbach den Kreuzbergsee. Ein schöner Ausflugspunkt inmitten der Natur mit der Möglichkeit zur Rast im nahe gelegenen Biergarten des Restaurants Kreuzberghof.Hier verlassen wir das Tal und fahren über einen kurzen Anstieg durch den  Wald bis wir die Ortschaft Elsenz erreichen. Leicht abwärts verläuft die  weitere Radstrecke entlang des Flüsschen Elsenz hinab nach Rohrbach am  Giesshübel. Nach einem kurzen und steilen Anstieg werden wir mit einem  schönen Ausblick über die Hügel des Kraichgau belohnt. Vor uns liegt die  Fachwerkstadt Eppingen, das Ziel unserer heutigen Tagesetappe.

Am 2. Tag folgen wir der  Elsenz in nord-östliche Richtung und verlassen Eppingen auf dem  Kraichgau-Hohelohe-Radweg der hier gemeinsam mit der  Deutschen-Fachwerkstraße verläuft. Der Weg führt uns durch den  Schlosspark von Gemmingen. Wir folgen der  Beschilderung der Fernradwege und fahren ohne Anstrengung durch  die Felder weiter nach Osten in Richtung Schwaigern. Ab Schwaigern führt  uns die Route in flachem Verlauf entlang der Lein  weiter nach Leingarten. Es ist 12 Uhr mittags - ein schöner Biergarten  unter dem Schatten der Platanen beim Alten Bahnhof lädt zu einer  ausgiebigen Mittagsrast ein.
Frisch  gestärkt geht die Fahrt weiter in Richtung Böckingen/Heilbronn wo wir den Neckar erreichen. Jetzt geht es in  südliche Richtung auf dem Neckartalweg flußaufwärts weiter. Kurz vor Lauffen müssen wir über einen leichten Anstieg den Neckar verlassen und erreichen den alten Ortskern von Lauffen, Geburtsort des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin.

Heute liegt die  längste Wegstrecke dieser 4-Tage-Tour vor uns, allerdings gibt es keine  größere Anstiege zu bewältigen. Auf dem Neckartal-Radweg verlassen wir  Lauffen in Richtung Stuttgart und fahren auf der linken Uferseite durch eine wunderschöne Weinbaugegend. Am Randes  des Neckars erheben sich auf beiden Seiten, steil zum Himmel, die Rebhänge  des württembergischen Weines. Der Neckar fließt hier in engen Kurven.  
Wir  durchfahren weiter das enge Neckartal, besuchen die Ortschaften Walheim Besigheim.  Die Route führt uns weiter auf die andere Uferseite,  vorbei an den Weinorten Hessigheim und Mundelsheim. Über Pleidelsheim erreichen wir die  Schillerstadt Marbach am Neckar. Über einen kurzen Anstieg gelangen wir  zum Geburtshaus von Friedrich Schiller das 2009 neu gestaltet wurde. Die  engen Gassen mit den schönen alten Häusern sind sehenswert.
Um  unser heutiges Ziel Bietigheim zu erreichen, radeln wir bis Pleidelsheim ein Stück  des Weges zurück und überqueren den Neckar in Richtung Ingersheim. Wir  befinden uns jetzt auf dem Stromberg-Enztal-Radweg der uns direkt nach  Bietigheim führt.



Am 4. Tag fahren wir in der Frühe entlang der Enz auf dem Enztal-Radweg in  Richtung Vaihingen. Das Enztal zeigt sich als idyllische Landschaft. Die  Enz schlängelt sich in engen Kurven dahin, begleitet von dem eben  verlaufenden Radwanderweg. Nach den Ortschaften Unter- und Oberriexingen  erreichen wir die Stadt Vaihingen. Die gute Verkehrsanbindung, sowohl  auf der Straße als auch auf der Schiene, bekommt man nach der Ruhe im  Enztal sofort zu spüren. Dennoch wird das Gebiet um die Stadt, die  Enztal-Stromberg-Landschaft, als "schwäbische Toscana" bezeichnet. Wir  kreuzen den Radweg der deutschen Fachwerkstraße, der in Vaihingen in der  Nord-Süd-Richtung verläuft und  fahren über Illingen weiter in Richtung Mühlacker. Der Weg führt uns hinter Illingen durch  Streuobstwiesen mit einer schönen Aussicht nach Norden über die Hügel  des Strombergs.
Ein letztes Mal auf dieser Tour breiten wir das Tuch aus und lassen uns unter strahlend blauem Himmel zu einer ausgiebigen Mittagsrast nieder. Wir genießen das gute Picknick unter den  Apfelbäumen und das schöne Wetter. In Mühlacker steigen wir in den Nahverkehrszug zur Rückfahrt in die Heimat.       



Zurück zum Seiteninhalt