- Radreisen aus Leidenschaft

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Touren > Tourdaten

1. Tag von St. Leon nach Eppingen (43 km)

Unser Ausgangspunkt der Tour ist St. Leon. Der Ort südwestlich von Heidelberg ist bekannt durch den Spargelanbau und seit ein paar Jahren auch für internationalen Golfsport auf der schönen Anlage des Golfclub St. Leon. Durch den Wald südlich von St. Leon führt uns die flache Strecke über den Ortsteil Weiher nach Stettfeld. Die nahe liegenden Ortschaften Ubstadt-Weiher oder Langenbrücken mit Ihren S-Bahn-Haltestellen bieten die Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, hier nach Stettfeld zum Start in den Kraichgau zu kommen.
Auf einem flachen und gut zu befahrendem Wirtschaftsweg geht es entlang des Katzbach über Zeutern nach Odenheim. Sehenswert ist das alte Rathaus von Odenheim. Nach der Nibelungensage soll der böse Hagen hier den Ritter Siegfried von Xanten ermordet haben. Der Siegfriedbrunnen, außerhalb am Schindelberg zwischen Odenheim und Östringen, erinnert seit 1932 an dieses Geschehen.

Der Katzbach begleitet uns auf fast ebener Strecke und wir erreichen über Tiefenbach den Kreuzbergsee. Ein schöner Ausflugspunkt inmitten der Natur mit der Möglichkeit zur Rast im nahe gelegenen Biergarten des Restaurant Kreuzberghof.

Hier verlassen wir das Tal und fahren über einen kurzen Anstieg durch den Wald bis wir die Ortschaft Elsenz erreichen. Leicht abwärts verläuft die weitere Radstrecke entlang des Flüsschen Elsenz hinab nach Rohrbach am Giesshübel. Gleich am Ortseingang geht es scharf links ab in die Waldhohl. Nach einem kurzen und steilen Anstieg werden wir mit einem schönen Ausblick über die Hügel des Kraichgau belohnt. Vor uns liegt die Fachwerkstadt Eppingen, das Ziel unserer heutigen Tagesetappe.

Sehenswert sind die vielen alten Fachwerkhäuser in Eppingen und der schöne Marktplatz vor dem alten Rathaus. Gutes Essen gibt es im schönen Biergarten der Gaststätte Palmbräuhaus in unmittelbarer Nähe zum Rathaus.     

Übernachtung im Altstadthotel Wilde Rose, Kirchgasse 29, 75031 Eppingen
Tel. 07262-9140-0  


2. Tag von Eppingen nach Lauffen am Neckar (51 km)

Das PC Programm BaseCamp von Garmin zeigt die "Höhen und Tiefen" des Tages.   
    

  
Wir folgen der Elsenz in nord-östliche Richtung und verlassen Eppingen auf dem Kraichgau-Hohelohe-Radweg der hier gemeinsam mit der Deutschen-Fachwerkstraße verläuft. Bei der Einmündung des Staudbach in die Elsenz zweigen wir rechts ab, überqueren die Bahnlinie und fahren dem Staudbach entlang nach Gemmingen. Der Weg führt uns durch den Schlosspark von Gemmingen, das grüne Herz der Gemeinde. Stets der Beschilderung der Fernradwege folgend fahren wir ohne Anstrengung durch die Felder weiter nach Osten in Richtung Schwaigern. In Schwaigern stoßen wir auf ein schönes Schloss mit einer großen Gartenanlage, doch beides ist für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich. Ab hier führt uns die Route in flachem Verlauf in Begleitung des Flüsschen Lein weiter nach Leingarten. Es ist 12 Uhr mittags - ein schöner Biergarten unter dem Schatten der Platanen beim Alten Bahnhof lädt zu einer ausgiebigen Mittagsrast ein.

Frisch gestärkt geht die Fahrt weiter entlang der Lein. Kurz nach dem Ortsende von Leingarten überqueren wir die B293, verlassen dann die Lein und fahren rechts über die Felder bis zur Bahnlinie in Richtung Böckingen/Heilbronn. In Begleitung der Bahnlinie radeln wir weiter ostwärts und erreichen in Böckingen den Neckar. Jetzt geht es in südliche Richtung auf dem Neckartalweg flußaufwärts weiter. Kurz nach dem Ortsausgang von Böckingen sehen wir auf der anderen Uferseite eine schön gelegene Rastgelegenheit direkt am Ufer. Wir überqueren vor Klingenberg den Neckar und fahren auf der anderen Seite ein Stück zurück zum Fischerheim von Heilbronn-Sontheim. Bei einem kühlen Getränk genießen wir die wunderbare Sicht auf den Neckar.

Wir fahren weiter auf dem Neckartalweg in südliche Richtung bis Horkheim. Auf dem Landstück zwischen dem Neckarkanal und dem Naturlauf des Neckars gelangen wir zu den steilen Hanglagen der Weingegend bei Nordheim und Lauffen am Neckar. Kurz vor Lauffen müssen wir über einen leichten Anstieg den Neckar verlassen und erreichen den alten Ortskern von Lauffen, der Geburtsort des des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin.

  

Übernachtung im Hotel Gästehaus Schenk, Rathausstraße 3, 74348 Lauffen a. Neckar
Tel. 07133-95670  


Der Tag aus der Vogelperspektive

3. Tag von Lauffen nach Bietigheim (59 km)

Heute liegt die längste Wegstrecke dieser 4-Tage-Tour vor uns, allerdings gibt es keine größere Anstiege zu bewältigen. Auf dem Neckartal-Radweg verlassen wir Lauffen in Richtung Stuttgart und fahren auf der linken Uferseite, kurz nach dem Ortsausgang, durch eine wunderschöne Weinbaugegend. Am Randes des Neckars erheben sich auf beiden Seiten steil zum Himmel die Rebhänge des württembergischen Weines. Der Neckar fließt hier in engen Kurven. Die Enge des Tales wirkt fast erdrückend. Vorbei am Kernkraftwerk Neckarwestheim, auf der anderen Uferseite, erreichen wir Kirchheim am Neckar. Hier versorgen wir uns mit frischen Leckereien und ein paar Getränke für die Mittagsrast.

Wir durchfahren weiter das enge Neckartal, besuchen die Ortschaft Walheim und finden nach dem nächsten Ort Besigheim einen kleinen Weiher und das Vereinshaus des Besigheimer Angelsportvereins. Es ist Zeit für die Mittagspause und der Platz für das Picknick ideal. Käse, Wurst, Baquette, dazu frische Tomaten mit Gurken, würzige Radieschen und ein köstlicher Trollinger lassen uns den Stress des Alltags vergessen.

Nach dieser Stärkung führt uns die Route weiter auf die andere Uferseite, vorbei an den Weinorten Hessigheim und Mundelsheim. Weiter des Weges durchfahren wir Pleidelsheim, überqueren die A81 und erreichen die Schillerstadt Marbach am Neckar. Über einen kurzen Anstieg gelangen wir zum Geburtshaus von Friedrich Schiller das 2009 neu gestaltet wurde. Die engen Gassen mit den schönen alten Häusern sind sehenswert. Auf der Marktstraße am oberen Torturm gibt es Gelegenheit für einen Kaffee oder ein kühles Bier.

Um unser heutiges Ziel zu erreichen radeln wir bis Pleidelsheim ein Stück des Weges zurück und überqueren den Neckar in Richtung Ingersheim. Wir befinden uns jetzt auf dem Stromberg-Enztal-Radweg der uns direkt nach Bietigheim führt. Es ist später Nachmittag, wir sind fast 60km gefahren und stellen uns auf der Brücke über die Enz dem Fotografen zum Gruppenfoto.

Wir schieben unsere Räder durch die lange Fußgängerzone, genießen die ersten Eindrücke dieser schönen mittelalterlichen Stadt und bestaunen die vielen Fachwerkhäuser entlang der engen Gassen. Das Glück bescherte uns ein schön restauriertes Mittelalterhaus als Übernachtungsherberge in der Nähe vom Bietigheimer Schloss.

Im Rossknecht im Schloss finden wir einen einladenden Biergarten und einen schönen rustikalen Gastraum. Es gibt schwäbische Kost und naturtrübe Biere und es schmeckt.          

       
Übernachtung in der Pension Soleiado, Hauptstraße 56, 74321 Bietigheim
Tel. 07142-989660  

4. Tag von Bietigheim nach Mühlacker (34 km)

Planmäßig starten wir in der Frühe entlang der Enz mit dem Tagesziel Maulbronn und Bretten. Wir fahren an der Enz unter dem alten Eisenbahnviadukt hindurch und verlassen Bietigheim-Bissingen auf dem Enztal-Radweg in Richtung Vaihingen. Das Enztal zeigt sich als idyllische Landschaft; die Enz schlängelt sich in engen Kurven dahin, begleitet von dem eben verlaufenden Radwanderweg. Nach den Ortschaften Unter- und Oberriexingen erreichen wir die Stadt Vaihingen. Die gute Verkehrsanbindung, sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene, bekommt man nach der Ruhe im Enztal sofort zu spüren. Dennoch wird das Gebiet um die Stadt, die Enztal-Stromberg-Landschaft, als "schwäbische Toscana" bezeichnet.

Wir kreuzen den Radweg der deutschen Fachwerkstraße der in Vaihingen in der Nord-Süd-Richtung verläuft und folgen dem Stromberg-Murr-Radweg. Plötzlich macht uns die Elektronik des eingesetzten Pedelecs einen Strich durch die Rechnung. Ein hoher Energieverbrauch wird angezeigt und in Anbetracht der bevorstehenden Route nach Maulbronn kommen berechtigte Zweifel auf, ob die restliche Akkuladung für die kommende Wegstrecke und deren Steigungen reicht. Der Not gehorchend ändern wir kurzerhand das Tagesziel und verkürzen dadurch die Strecke.

Wir verlassen kurz nach dem Vaihinger Bahnhof den Stromberg-Murr-Radweg und fahren über Illingen weiter in Richtung Mühlacker. Etwas entfernt von der parallel verlaufenden B10 führt uns der Weg hinter Illingen durch Streuobstwiesen mit einer schönen Aussicht nach Norden über die Hügel des Strombergs.

Ein letztes Mal auf dieser Tour breiten wir das Tuch aus und lassen uns unter strahlend blauem Himmel nieder zu einer ausgiebigen Mittagsrast. Das gute Picknick unter den Apfelbäumen und das schöne Wetter lassen uns schnell das ursprüngliche Ziel vergessen.

Mit etwas Unterstützung durch das Garmin Navigationsgerät haben wir dann schnell den Weg zum Bahnhof nach Mühlacker für die Rückfahrt mit dem Zug in die Heimat gefunden.           

   
     

 Rückfahrt mit dem Nahverkehrszug   

 
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